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Die Herausforderungen für den Konsumgütermarkt

Die Auswirkungen der Coronapandemie haben den deutschen Konsumgütermarkt auf diverse Weisen beeinflusst. Während im Jahr 2021 die Marktsegmente für beispielsweise Elektro-Kleingeräte, Lebensmittel oder Inneneinrichtung ein starkes Wachstum verzeichnen konnten, können Bereiche wie Bekleidung oder Schmuck als Verlierer des Wechsels zum Homeoffice gesehen werden. Viele Unternehmen haben in diesem Zeitraum zudem ihren Online-Auftritt überarbeitet und ihre E-Commerce Tätigkeiten ausgebaut, um sich auf dieses geänderte Marktumfeld anzupassen. Dennoch besteht im Konsumgütermarkt noch immer ein erhebliches Potenzial für Investitionen in Innovation, Nachhaltigkeit und Resilienz. Derzeit ist die Branche mit ihrem Anteil der Innovationsaufwendungen am Gesamtumsatz noch weit vom branchenübergreifenden Spitzenfeld aus Elektroindustrie, Fahrzeugbau und Maschinenbau entfernt. Auch die grundlegende Veränderung der Kundensegmente durch den demografischen Wandel stellt künftig eine Herausforderung für den Konsumgütermarkt dar, die resilientes und weitsichtiges Handeln im Management verlangt. Die Referenten aus dem Konsumgütermarkt auf dem 30. Münchner Management Kolloquium werden darüber sprechen, wie Unternehmen auf diese Transformationsprozesse reagieren können und ihr Unternehmen langfristig erfolgreich für die Zukunft aufstellen können.

Die Parfümerie Douglas GmbH ist eine der bekanntesten Parfümerieketten Deutschlands. Das Unternehmen setzt dabei in den letzten Jahren auf eine starke E-Commerce Strategie und konnte somit die Umsätze im eigenen Online-Shop kontinuierlich auf fast 1,2 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2020/21 steigern. Zusammen mit der wieder deutlich gestiegenen Nachfrage im stationären Geschäft liegt der Gesamtumsatz des Unternehmens wieder spürbar über dem Niveau vor Beginn der Coronapandemie. Zudem investiert Douglas stark in die innovative Weiterentwicklung ihrer Geschäftsfelder. Mit einem auf künstlicher Intelligenz basierendem „Fragrance Finder“ soll Kunden künftig eine neue personalisierte Beratungserfahrung bei der Auswahl eines Parfüms und anderen Düften ermöglicht werden. Auch im neu eröffneten Flagship-Store des Unternehmens werden durch den Einsatz von modernen Technologien wie Augmented-Reality neue Möglichkeiten zu Kundeninteraktion geschaffen.

Die PUMA SE aus Herzogenaurach gehört zu den vier größten Sportartikelherstellern weltweit. Das Unternehmen konnte die Auswirkungen der Coronapandemie robust abfedern und seine Umsätze im Jahr 2021 sogar deutlich über das Vorkrisenniveau von 2019 steigern. Dabei setzt das Unternehmen auch auf Investitionen in die Nachhaltigkeit und konnte trotz des Wachstumskurses seine CO2-Emissionen erheblich senken. Puma versucht so beispielsweise bis 2025 den Anteil an recycelten Polyester in der Produktion auf 75% zu steigern und neun von zehn Produkten mit nachhaltigeren Materialien herzustellen. Dabei wird mit dem RE:SUEDE Experiment beispielsweise ein biologisch abbaubarer Schuh entwickelt, mit dessen Hilfe die Entstehung von Abfall in der Modeindustrie bekämpft werden soll. Zudem testet die PUMA SE die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Modeindustrie aus. Mit dem Erlebnis „Black Station“ werden im Rahmen der New York Fashion Week 2022 Innovationen im Bereich der Blockchain wie z.B. NFTs mit physischen Sneakern verbunden, wodurch Kunden ein neues Produkterlebnis ermöglicht wird.

Auch bei der Underberg AG wird in den letzten Jahren eine Modernisierungsstrategie vorangetrieben, um das Unternehmen für die Herausforderungen der heutigen Zeit im Spirituosenmarkt aufzustellen. Zu diesem Zweck wurden beispielsweise ein Inhouse-Team für die Social-Media-Aktivitäten rund um die Marke Underberg aufgebaut und der Marktauftritt des Produkts erneuert. Dabei wurde auch im Sinne der Nachhaltigkeit zum 175. Firmenjubiläum erstmals auf eine kunststofffreie Verpackungsbox auf Basis von 100 Prozent recycelbaren Karton aus FSC-zertifiziertem Material umgestellt und das Produktbranding modernisiert. Weiterhin wurde ein Ausbau des E-Commerce-Bereichs vorgenommen und die Internationalisierung des Unternehmens in den wichtigsten Märkten wie z.B. den USA vorangetrieben.

Das Münchner Management Kolloquium bietet im März 2023 die Gelegenheit, von den Leitfiguren der Branche Lösungen zu lernen und durch die dargelegten Veränderungsprozesse und den damit einhergehenden Innovationen einen entscheidenden Beitrag für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu leisten.

Unter anderem werden folgende Referenten aus dem Konsumgütermarkt zu den notwendigen Veränderungsprozessen referieren:

  • Tina Müller, CEO und Vorsitzende der Geschäftsführung, Parfümerie Douglas GmbH
  • Arne Freundt, CCO, PUMA SE
  • Dr. Hubertine Underberg-Ruder, President of the Board, Underberg AG

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